Die tiefe Freundschaft der beiden Künstler aus Berlin-Friedrichshagen und das Suchen nach gemeinsamen künstlerischen Ausdrucksformen legten den Grundstein für „musikvisuell“.
Farben und Musik, das Sehen von Musik, das Hören von Bildern, visuelle Musik im Spiel von Klangfarben und Farbtönen. Es entstanden Kompositionen zu Bildern von Eigendorf und die Uraufführung im Konzert von Kellner. Sicher nicht ganz neu, aber in dieser Form einzigartig: die „Tages-ausstellung" oder das „Ausstellungskonzert“. Anklang fand es bei befreundeten Malern und Musikern, die in der Folge mit ins „musikalisch-visuelle Boot“ geholt wurden. Ein glanzvoller Höhepunkt war dann der Konzertabend „musikvisuell“ mit Manfred Dierkes (Jazzgitarre), Winne Rettner (Klavier) und Ulrich Maria Kellner (Konzertgitarre) im ALTEN BALLSAAL im Bräustübl in Berlin-Friedrichshagen am 29.12.2001.
Nach dem plötzlichen und unfassbaren Ableben des Freundes Wolfgang Eigendorf im Februar 2002 brauchte Kellner einige Zeit der Besinnung, um „musikvisuell“ erneut zu starten.
„Die Idee, die Wolfgang und ich hatten, lebt in der tiefen und wunderbaren Erinnerung an ihn. „musikvisuell“– das ist die Komprimierung von Malerei und Musik, Galerie und Vernissage, Kunst im Konzert.“
(Kellner 2005, „musikvisuell“ Soloabend in Heringsdorf zu Bildern von Wolfgang Eigendorf, Dagmar Ranft-Schinke, Ingo Kraft, Tobias Pollak).